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Anton in der Wiese bearb.

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Alle Fotos und sind von mir und ich berichte von meinen eigenen Erlebnisse im Tierschutz.

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Schlachthofbericht

Kalb trinkt
Kuh 2 bearb.

Vor einiger Zeit konnte ich im Supermarkt ein Gespräch zwischen einer Mutter und Ihrem Sohn verfolgen. Das Kind war ungefähr im Grundschulalter und fragte seine Mutter woher denn genau das Fleisch kommt, welches in der Tiefkühltruhe liegt.
Meine Freundin und ich essen beide kein Fleisch mehr, wir wissen wo das Fleisch herkommt und wie der Weg eines Tieres bis zu uns auf den Tisch aussieht. Fairer Weise muss ich sagen, dass ich bis vor kurzem auch noch Fleisch gegessen habe, es gab aber ein einschneidendes Erlebnis, welches mich jetzt anders denken lässt. Im Laufe unserer Ausbildung mussten wir beide einige Zeit auf dem Schlachthof verbringen und so konnten wir einen genaueren Blick hinter die Kulissen werfen.
Die Schlachtzahlen auf unserem Schlachthof betrugen ca. 600 Schweine und 100 Rinder in der Stunde.Die Lebendbeschau, die den Anfang eines Schlachtprozesses darstellen soll, und deren Zweck es ist, kranke Tiere zu identifizieren um diese von der Schlachtung auszuschließen, fand nur in unzureichendem Ausmaß statt. Beachtet wurden - wenn überhaupt - nur „tierseuchenrechtliche“ Aspekte, Zeit für eine Einzeltierbetrachtung gab es nicht, Tiere, die offensichtlich nicht mehr in der Lage waren den Transporter selbständig zu verlassen, wurden mit der Elektrozange aufgetrieben oder falls das nicht mehr möglich war direkt umgebracht. Auch der Schlachtvorgang an sich wies Defizite auf. So wurde der Bolzenschuß bei der Rinderschlachtung unsachgemäß durchgeführt, so dass die am Band hängenden Rinder vor dem Entbluten schlecht betäubt waren – manche gaben sogar noch Lautäußerungen von sich. Auch die Schweinebetäu-bung war nicht adäquat, da es sich um eine C02 Begasung handelte und die vorgeschriebenen 30 Sekunden zwischen Betäubung und Entblutung nicht eingehalten werden konnten. Zu bemängeln ist außerdem, dass die Beine noch vorm vollständigen Ausbluten abgesetzt wurden.

Persönlich enttäuschend war, dass die zuständigen Tierärzte ihr Aufgabenfeld fast ausschließlich in der Fleischkontrolle und weniger in der Überwachung der ordnungsgemäßen Schlachtvorgangs oder der Lebendbeschau sahen. Auch nach Aufmerksammachen auf Missstände kamen sie der Aufgabe nicht oder nur unwillig nach.
Selbst wenn ein völlig korrekt geführter Schlachthof diese „Management-fehler“ beheben könnte, würde dies nichts an der Angst der Tiere ändern.An dieser Stelle gäbe es von unzähligen Situation zu berichten, wobei uns eine besonders im Gedächtnis geblieben ist.

Wenn man bedenkt welch ruhiges Gemüt Rinder haben und was sie alles ertragen bevor sie überhaupt eine Schmerz- oder Unmutäußerung von sich geben, und sich im Gegensatz dazu ihr Verhalten kurz vor der Schlachtung zu Augen führt, wird einem bewusst welche Ängste sie auszustehen haben. TODESÄNGSTE. Ich werde nie vergessen, in welcher Panik die Rinder versucht haben kurz vor dem Betäubungsstand noch umzudrehen und ihrem Schicksal zu entkommen.Die Rinder standen in einer Reihe und mussten ohne Sichtschutz mit ansehen, wie ihr Vordermann betäubt wurde, eine Schräge hinunter stürzte, an einem Hinterbein aufgehängt wurde und der Schlachtvorgang seinen Anfang nahm.

Rinder, die sich weigerten den Stand zu betreten, wurden mit dem elektrischen Viehtreiber hineingetrieben, Dies hatte wiederum zur Folge, dass sie panisch hineinstürzten und versuchten auf der anderen Seite hinaus zu springen. Dass hier beim Bolzenschuß mal nicht korrekt getroffen wird, kann man sich vorstellen.

Bei Rindern, die ruhig in der Box standen, waren lange Wartezeiten die Regel. Der Versuch sich dem Bolzenschuß zu entziehen indem sie den Kopf nach unten nahmen, wurde mit einem kalten Wasserstrahl unterbunden.

Wir haben beschlossen, dass kein Tier mehr für uns sterben soll und erst recht nicht auf diese unwürdige Art und Weise. Wir würden uns wünschen, dass mehr Leute für dieses Thema sensibel werden, sich Gedanken machen und ihre Konsequenzen daraus ziehen. Sicherlich würde ein Tag auf dem Schlachthof vielen verdeutlichen, welche Qualen und Ängste hinter ihrem Stück Fleisch stecken, welches sie so genüsslich und gedankenlos essen.

 

Schafsherden 3 bearb.
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